Hier haben wir nachgewiesen, dass der UN-Teilungsplan [A/RES/181(II), Annex] nie rechtswirksam wurde.
Unter dieser Prämisse ist die vom UNSC in seinen Palästina betreffenden Resolutionen seit Jahren verwendete Formulierung des Lebens der Juden und der Araber side by side in sicheren und anerkannten Grenzen – siehe etwa die hoch einschlägige S/RES/2334(2016) – gerade als Ausdruck des Dafürhaltens anzusehen, dass eine Lösung in je non-continuous Hoheitsgebieten (Artikel 8 UNCLOS, Annex III) liegt, die ineinander verschränkt, verzahnt und überlappend sind, sodass sich vernünftiger und sinnvoller Weise aufdrängt, dass die in diesem Gebilde lebenden Nationen und Völker Arabiens, welche die letzten 100 Jahre entstanden bzw. quasi politisch existent wurden, gemeinsam Interessierendes, wie insbesondere äußere (und womöglich auch innere) Sicherheit sowie Bodenverwaltung, auch gemeinsam in völkerrechtlichen Verträgen regeln, während sie ansonsten vollständig souverän gleich und politisch unabhängig sind.
Wer aller in diesem Vielvölker-und-Nationen-Staatenbund partizipieren will, ist von Willen der betroffenen Nation bzw. Volk abhängig und im Übrigen Verhandlungssache.
Fazit könnte sein, dass alle partizipierenden Völker, einschließlich der Juden, vom Sinai bis an den Euphrat siedeln, verkehren und wirtschaften könnten, ohne dass eines dem anderen unilateral Vorschriften zu machen hätte.
Selbstredend setzte die Durchsetzung eines solchen Projekts allseitiges Verantwortungsbewusstsein, wechselseitige vollständige Vergebung der Kriegsfolgen und Toleranz gegenüber dem Anders-Sein voraus, wo solches etwa bestünde.
Die Signale, die in diese Richtung gehen und, von beiden Seiten, aus dem betroffenen Gebiet selbst stammen, sind unüberhörbar.
Doch auch der UNSC hat, wie oben angeschnitten, in seiner S/RES/2334(2016), PP9, eine Vision von dieser Lösung signalisiert, wenn er dort ausführt, was folgt:
Reiterating its vision of a region where two democratic States, Israel and Palestine, live side by side in peace within secure and recognized borders,
Schon der Gebrauch des Wortes Vision deutet klar darauf hin, dass er hier Außergewöhnliches im Auge hatte, nämlich eine beispielhafte Implementierung des ISA-Regimes. Und dieses side-by-side bezeichnet gerade das in einander Verzahnte des non-continuous der UNCLOS.
Ich habe das ISA-Regime der UNCLOS studiert und bin überzeugt, dass es viele aktuelle weltpolitische Probleme lösen und so Krisenherde zum Erlöschen bringen kann. Voraussetzung dafür ist allerdings ein Loslassen des privaten Grundeigentums und eine Verlagerung der persönlichen Interessen vom Materiellen hin zum Ideellen: Maßnahmen also, ohne deren Vollzug die Menschheit ohnehin dem Untergang geweiht zu sein scheint, weshalb wir ja in durchaus positivem Sinne dazu gezwungen sind, diesen Weg zu gehen.
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