Zu den Pakistan betreffenden rechtlichen Implikationen des persisch-osmanischen Friedens aus 1727, des turko-pakistanischen Kooperationspaktes aus 1954 sowie des Bagdad-Pakts aus 1955 im Hinblick auf die Verteidigung Irans gegen „Israel“

Ergänzend zu meinen Ausführungen hier:

und hier:

ist festzuhalten, wie folgt:

Die eigentümliche Konstruktion des Inhalts des OP1 dieses Friedensvertrags impliziert, wie ebendort bereits angeschnitten, auch, dass die Eroberung Konstantinopels durch die Türken 1453 gleichsam im Auftrag der Perser erfolgte, denn nur so ist erklärbar, warum dort die Jurisdiktion über die Provinz Huveise (also Arabien; welche die Osmanen ja bereits damals tatsächlich innehatten) an sie abgetreten wurde: offensichtlich nämlich zur Sanierung einer vertragswidrigen Usurpation durch die Osmanen.

Dass den letzteren die Jurisdiktion über die genannte Provinz zukommen sollte, obwohl sie Teil des Perserreiches sein sollte, bedingt nun aber, dass die Osmanen wohl die Pflicht trifft, dieses Territorium, und mit ihm das Persische Reich, zu verteidigen, ist in der bezeichneten Konstruktion doch ein Suzeränitäts-Verhältnis zu erblicken, welches typischerweise eine solche Pflicht enthält.

Hinzukommt der turko-pakistanische Kooperationspakt aus 1954 (211 UNTS, 263), der in seinem Artikel 4 (b) beide Vertragsparteien wechselseitig dazu verpflichtet, Verteidigungsgerät zu entwickeln und auszutauschen, und somit im Konkreten Pakistan die Pflicht auferlegt, an der technischen Verteidigungsfähigkeit der Türkei aktiv mitzuwirken:

Noch viel stärker aber ist die sich aus dem, wie gezeigt, intakten Bagdad-Pakt für Pakistan ergebende Pflicht zur Verteidigung Irans.

Die völkerrechtlich gescheiterte Entität Israel hat somit keine carte blanche, Iran atomar anzugreifen, denn ihr blühte dafür ein solcher Gegenangriff durch Pakistan.

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