Diese Stellen des Neuen Testaments lauten nach LUTHER, diesem Schwachkopf und/oder Hochverräter, zitiert gemäß https://www.bibleserver.com/, wie folgt:
(19) Darum gehet hin und lehret alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes (20) und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.
Ohne Nachweis legt Friedhelm WINKELMANN, Geschichte des frühen Christentums, München (1996), offenbar seine eigene Übersetzung dessen, wie folgt, vor:
„Darum geht hin und macht alle Völker zu meinen Jüngern. Tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie, alles zu halten, was ich euch geboten habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage, bis diese Weltzeit sich vollendet.“
Einzig diese Übersetzung stimmt mit der VULGATA überein, wo es (betreffs des hier fett hervorgehobenen Passus) heißt:
„… usque ad consummationem saeculi.“
Damit, also mit der Vollendung der Zeit der Welt, kann nichts anderes als die Stabilisierung des Universums gemeint sein, auf dass es aufhöre zu pulsieren, also wieder unterzugehen und aufs Neue zu entstehen: denn vollendet ist die Zeit nur, wenn und sofern sie nicht aufhört, wobei nach GEORGES, saeculum auch die Zeit, einschließlich der Sitten und Bräuche der Menschen meint, also hier durchaus dahin zu verstehen ist, dass deren Lauf der Entwicklung eben nicht aufhören soll.
WINKELMANN stellt dieses Zitat an den Beginn seines zitierten Werks unter der Kapitelüberschrift: „Missionsziele und -motivationen in urchristlicher Zeit„, was klar darauf hindeutet, dass er, der große deutsche Kirchenhistoriker, derselben evangelikalen Auffassung war wie ich.
Quod erat demonstrandum.
20251205, 0129
Die beiden oben zitierten Bibelstellen lauten in ihrer alt-griechischen Originalfassung laut https://www.greekbible.com/, wie folgt:
(19) πορευθέντες οὖν μαθητεύσατε πάντα τὰ ἔθνη, βαπτίζοντες αὐτοὺς εἰς τὸ ὄνομα τοῦ πατρὸς καὶ τοῦ υἱοῦ καὶ τοῦ ἁγίου πνεύματος, (20) διδάσκοντες αὐτοὺς τηρεῖν πάντα ὅσα ἐνετειλάμην ὑμῖν· καὶ ἰδοὺ ἐγὼ μεθ‘ ὑμῶν εἰμι πάσας τὰς ἡμέρας ἕως τῆς συντελείας τοῦ αἰῶνος.
Der hier fett markierte Passus lautet nach der Deutschen Interlinearübersetzung der Deutschen Bibelgesellschaft, Stuttgart (2018), wie folgt:
… Ende der Welt.
Das ist somit von LUTHER abgeschrieben und falsch. Die richtige Übersetzung lautet, unter Zuhilfenahme PAPEs Handwörterbuch, Braunschweig (1849), wie folgt:
… [bis zur] gemeinsamen Vollendung der Ewigkeit. (Sic!)
Deutlicher geht es nicht!
Die Universalität, die Gesamtheit der Menschheit ist als Urheberschaft somit Grundvoraussetzung des Gelingens des Unterfangens.
Tod dem rassistischen Faschismus!